Polyurethanklebstoffe und moderne Bautechnologien

Polyurethanklebstoffe sind definitiv ein Meilenstein in der Bauindustrie. Sie zeichnen durch ihre Verwendung als Primer bei der Herstellung von Sandwichpaneelen aus, deren Kern aus Polystyrol, Polyurethan oder Mineralwolle hergestellt werden kann. Prüfen wir also, was Sandwich-Platten sind und wie wichtig die Wahl des richtigen Klebstoffs ist.

Veröffentlicht: 25-02-2020

Sandwichplatten sind ein wachsender Trend in der Bauindustrie. Sie sind vor allem im Hallenbau, in industriellen und öffentlichen Gebäuden wie Sporthallen und Einkaufszentren zu finden.  Solche Platten werden in leichten Dach- und Wandverkleidungen verwendet. Sie werden auch in Kühlhäusern (z. B. kleinen und mobilen) als Wärmedämmung eingesetzt. Dank der Möglichkeit, solche Platten sowohl horizontal als auch vertikal zu montieren und der Option, die Form der Platte zu profilieren, werden sie zum Bau verschiedener Objekte verwendet.

Aufbau und Produktion von Mehrschichtplatten

Die Herstellung von PWS-Platten gehört zu den neuesten Technologien. Diese Platten bestehen aus beidseitiger Verkleidung und einem Konstruktions- und Isolierkern. Während des Produktionszyklus werden Kern und Verkleidung mittels eines Polyurethanklebstoffs verklebt. Zunehmend werden Verbindungen von mehreren Dämmplatten als Fräsverbindungen ausgeführt. Der Kern der Platte besteht aus solchen Materialien wie: Polyurethanschaum, Mineralwolle, geschäumtes und extrudiertes Polystyrol und andere. Der Aufbau der beispielhaften Sandwichplatte wird im Folgenden vorgestellt. Ein solches Paneel mit einer Stahlverkleidung sollte unabhängig von seinem Zweck, seinen Eigenschaften oder seinem Hersteller aus folgenden Schichten bestehen:

  • zwei frei profilierten Stahlblechen, die die Außenverkleidung bilden, bestimmen das Erscheinungsbild der Platte und sind für ihre Funktionalität, insbesondere in der Konstruktion, verantwortlich;
  • einer Wärmedämmschicht, die sich im Inneren der Verkleidungsbleche befindet und für die entsprechenden Wärme- und Schalldämmungsparameter sorgt. Sie ist für die Einhaltung des richtigen Abstands zwischen den Verkleidungen und für die Einhaltung der im System wirkenden Kräfte verantwortlich.

Die Norm PN-EN 14509:2013-12 „Selbsttragende isolierende und strukturelle Sandwichplatten mit doppelseitiger Metallverkleidung. Fabrikgefertigte Produkte. Spezifikationen”. besagt, dass ein Produkt mit einer solchen Struktur ein selbsttragendes Strukturelement sein kann.

Abb.1 Aufbau einer beispielhaften Sandwichplatte: 1 – Stahblechlkern, 2 – Zinkschicht, 3 – Passivierungsschicht, 4 – Schutzlack, 5 – Klebstoff, 6 – Grundierung, 7 – dekorative Deckschicht, 8 – Kern aus Wärmedämmmaterial. http://www.inzynierbudownictwa.pl/technika,materialy_i_technologie,artykul,lekkie_pokrycia_z_plyt_warstwowych,9890

Polyurethan-Klebstoffe

Damit die Platten ihre Funktion richtig erfüllen können, ist es sehr wichtig, den richtigen Polyurethankleber zu wählen. Die wichtigsten Anwendungsvorteile, die solche Produkte haben sollten, sind: Eigenschaften, die für eine schnelle und dauerhafte Verklebung der Ummantelung mit dem Kern verantwortlich sind, hohe Klebekraft, Vielseitigkeit bei der Anpassung an die zu verklebenden Materialien, Beständigkeit gegen Vibrationen sowie ausgezeichnete Haftung auf Substraten. Diese Klebstoffe sind eine flexible und dennoch sehr belastbare Verbindung. Das macht sie sehr langlebig.

Das Herstellerangebot

Als Hersteller von Spezialchemikalien bietet die PCC-Gruppe auch zwei- und einkomponentige Polyurethanklebstoffe in ihrem Portfolio an. Ein Beispiel für einen Zweikomponentenkleber ist Ekoprodur 1331B2. Es zeichnet sich als Klebstoff für PWS-Polystyrolplatten, aber auch für Platten mit Mineralwolle- oder Polyurethankern aus. Hervorzuheben ist, dass es sich durch eine reduzierte Emission von flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) auszeichnet, da es keine Schaumbildner enthält, die den Abbau der Ozonschicht verursachen. Ein weiterer Vorschlag für Zweikomponentenkleber ist RokaPur PR2K 105 K und Ekoprodur KW1.

Unter diesen Produkten finden wir auch Ekoprodur KW-A2 (das eine Polyolkomponente ist) und EKOPROMER G20, die die Bestandteile eines Zweikomponenten-Polyurethan-Klebstoffs sind. EKOPROMER G20 kann im Bauwesen auch allein (als Einkomponentenkleber) verwendet werden. Sein charakteristisches Merkmal sind die dauerhafte Bindung von Baustoffen und die ausgezeichnete Haftung.

Unter den verfügbaren Klebstoffen für Polystyrolplatten oder Faserplatten, die u.a. mit Blechen verbunden werden können, ist EKOPRODUR RB-2 ein Beispiel für ein einkomponentiges Produkt.   Es ist ein Präpolymer auf der Basis von Diphenylmethandiisocyanat (MDI). Es ist vielseitig, einfach zu verwenden und kann sowohl von Hand, z. B. mit einem Spachtel, wie auch maschinell aufgetragen werden. Es zeichnet sich durch eine hohe Temperaturtoleranz beim Auftragen und eine ausgezeichnete Haftung auf Substraten aus verschiedenen Materialien aus. Weitere einkomponentige Klebstoffe, die im Angebot zu finden sind, sind RokaPur PR1K_15 (Einkomponenten-Primer für Sandwichplatten).

Es gibt eine breite Palette von Polyurethan-Klebstoffen, die sich in ihren einzigartigen Eigenschaften unterscheiden und für verschiedene Anwendungen geeignet sind. Entscheidend ist aber ihre Rolle bei der Herstellung von Sandwichpaneelen, und dies ist die zukünftige Richtung in der Bauindustrie.


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