Monochloressigsäure in der Lebensmittelindustrie

Die kontinuierliche technische und technologische Entwicklung hat in den letzten Jahren zu bedeutenden Veränderungen im Lebensmittelsektor geführt. Dank Innovation und Kreativität hat er ein großes Potenzial. Die Lebensmittelbranche ist einer der stärksten Zweige der polnischen Industrie.

Veröffentlicht: 15-04-2020

Ihr Anteil am Nahrungsmittelsektor der Europäischen Union beträgt etwa 9%. Polen liegt auf dem 8. Platz unter den Lebensmittelexporteuren aus den EU-Ländern, und die Einnahmen des Landes aus dem Export steigen deutlich. Nach Angaben des Instituts für Agrar- und Ernährungswirtschaft war dies 2019 ein Anstieg um 7 %, d. h. bis zu 32 Milliarden Euro gegenüber 29,7 Milliarden Euro im vorigen Jahr. Lebensmittelprodukte aus Polen sind seit Jahren auf ausländischen Märkten beliebt. Es ist die Zeit gekommen, in der die Agrar- und Nahrungsmittelindustrie ein attraktives Gebiet für die Entwicklung von Start-ups ist, die bisher vor allem mit der Technologie- und IT-Industrie in Verbindung gebracht wurden.

Die Lebensmittelindustrie ist ein Wirtschaftszweig, der sich mit der Herstellung von Produkten und Halbfertigprodukten für den Verbrauch befasst. Die Chemie der Lebensmittelzusatzstoffe spielt dabei eine enorme Rolle. Die Aufrechterhaltung der hohen Qualität der Lebensmittel ist ihr Verdienst. Sie verlängern die Haltbarkeit von Lebensmitteln und verbessern ihren Geschmack. Es wird zum Beispiel Carboxymethylcellulose (CMC, Cellulosegummi, Caramelose), ein Derivat der Monochloressigsäure, verwendet, um die Leistung und Stabilität solcher Produkte zu verbessern. CMC ist meistens ein weißes Pulver und kann auch in körniger Form vorkommen. Es löst sich in kaltem und warmem Wasser auf, in dem es quillt und die Eigenschaften eines schwachen anionischen Elektrolyten mit einem pH-Wert von 6,5-8,0 hat. Die wässrigen Lösungen zeichnen sich auch durch eine hohe Viskosität aus, die mit dem Polymerisationsgrad zunimmt. Es handelt sich nicht um ein homogenes Produkt und ist geschmacks- und geruchlos. CMC ist relativ resistent gegen Mikroorganismen, kann aber depolymerisiert werden.

Carboxymethylcellulose wird in der Lebensmittelindustrie als Stabilisator, Verdickungsmittel, Emulgator, Fließhilfsstoff, Füllstoff und Ballaststoff verwendet. Sie ist mit dem Symbol E466 gekennzeichnet. Die Substanz verbessert die Konsistenz von Produkten wie Eiscreme, kalorienarme und glutenfreie Desserts, Milchprodukte, Mayonnaise, Kaugummi, modifizierte Säuglingsmilch und frittierte Fertigprodukte. Sie wird auch zum Kleben von Elementen bei der Modellierung von Figuren verwendet. Des Weiteren dient sie zur Herstellung von Zuckerkleber verwendet und wird Zuckermasse, Plastikglasur und Getränken beigefügt. Sie kann zum Backen von glutenfreiem Brot und zur Zubereitung von Salatdressings verwendet werden und weist keine Kalorien auf. Sie wird im Magen-Darm-Trakt weder verdaut noch resorbiert, sondern teilweise von der Bakterienflora abgebaut und zu 90 % unverändert ausgeschieden.

Die Substanz birgt kein Risiko der Mutagenität oder Karzinogenität. Studien haben gezeigt, dass sie eine bakterizide Wirkung innerhalb von Geweben hat, was die vollständige Anwendungssicherheit bestätigt. Der Weltmarkt für Carboxymethylcellulose erreichte 2019 1,735 Milliarden Dollar und wächst jährlich um 4,1 %.


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