Kaliumcarbonat und Kaliumhydrogencarbonat – Anwendungen im Pflanzenbau

Trockenheit und ausgelaugte Böden sind nicht die einzigen Probleme, mit denen Plantagebesitzer und Obstbauern zu kämpfen haben. Eine große Herausforderung für die Landwirte sind auch Pilzkrankheiten der Pflanzen, wiederkehrende Schädlingsbefall und ein zu hoher Säuregehalt des Bodens. Um die Qualität der Ernte zu verbessern, greifen die Landwirte daher auf verschiedene chemische Mittel zurück, darunter: Kaliumhydrogencarbonat und Kaliumcarbonat. Im Folgenden erörtern wir die Verwendung beider Produkte.

Veröffentlicht: 9-10-2023

Kaliumcarbonat vs. Kaliumhydrogencarbonat: Unterschiede

Der Laie kann den Unterschied zwischen Kaliumcarbonat und Kaliumhydrogencarbonat kaum sehen. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass es sich um verschiedene Salzsorten handelt.  Wodurch zeichnet sich Kaliumcarbonat aus?  Auf dem Etikett dieses Produkts ist angegeben, dass es:

  • eine kristalline, stark alkalische (pH-Wert ca. 11-12), hygroskopische Substanz, die in Wasser sehr gut löslich ist (alternative Bezeichnung für diese Verbindung: Kaliumsalz der Kohlensäure),
  • ein Mittel, das u.a. zum Besprühen von Pflanzen vor der Blüte verwendet wird, ist.

Unter der Bezeichnung Kaliumhydrogencarbonat verbirgt sich ein saures Carbonat – ein weißer Feststoff in Form von geruchlosen Kristallen, die in Wasser löslich sind. Der pH-Wert von Kaliumhydrogencarbonat ist weniger alkalisch als der von Kaliumcarbonat (der Unterschied beträgt etwa 2 auf der pH-Skala).

Kaliumhydrogencarbonat: Sprühen – wofür wird es verwendet?

Sowohl Kaliumhydrogencarbonat als auch Kaliumcarbonat ersetzen seit Jahren viele chemische Präparate im Obstanbau. Beide Produkte dienen u.a. für ökologische Spritzungen zur Bekämpfung von Pilzkrankheiten an Obststräuchern und -bäumen: Apfel, Birne, Weinrebe und einige Zierpflanzenarten. Kaliumhydrogencarbonat wirkt gegen Krankheiten wie:

  • Schorf,
  • Echter Mehltau,
  • Falscher Mehltau,
  • Grauschimmel.

Kaliumhydrogencarbonat und Kaliumcarbonat: Verwendung im Obstgarten 

Das ökologische und in seiner Zusammensetzung einfache Kaliumhydrogencarbonat hat sich im Obstanbau als Mittel zur Stabilisierung des pH-Wertes im Boden und zur Stärkung des Pflanzengewebes bewährt. Es sorgt dafür, dass die Pflanzenzellen ihre natürliche Widerstandskraft gegen Krankheitserreger länger beibehalten.

Kaliumkarbonat gegen Echten Mehltau

Echter Mehltau und Falscher Mehltau sind weit verbreitete, pilzbedingte Pflanzenkrankheiten. Beide Arten von Parasiten bilden einen charakteristischen weißen oder gräulichen Belag auf der Blattoberfläche, der an Mehl erinnert. Befallene Pflanzen werden durch sie geschwächt und liefern einen geringen Ertrag. Wie kann das Risiko dieser Pilze neutralisiert werden? Eine wirksame Lösung kann die Besprühung mit Kaliumcarbonat gegen Mehltau sein. Das Mischen von Kaliumhydrogencarbonat mit Cupraten bringt ebenfalls positive Ergebnisse und schützt die Pflanzen wirksam vor Infektionen.

Kaliumcarbonat gegen Apfelschorf

Eine weitere sehr verbreitete Krankheit an Obstbäumen ist der Apfelschorf. Er äußert sich durch braune oder dunkelgrüne Flecken, die Blätter und Früchte bedecken. Der Schorf führt zu geringen Erträgen und lässt den Baum allmählich vertrocknen. Schutz gegen diesen schädlichen Pilz gewährleistet unter anderem Kaliumkarbonat – die Besprühung von Apfelbäumen sollte am besten präventiv erfolgen, entsprechend den Zeitplänen für Obstplantagen.

Zur Bekämpfung des Apfelschorfs wird auch Kaliumkarbonat mit Harnstoff verwendet. Einige Obstbauern im ökologischen Anbau verwenden auch Kaliumkarbonat mit Cupraten. Sowohl Harnstoff als auch Cuprate eliminieren die Schorfsporen und stoppen die Infektion, bevor sie die Kulturen zerstört.

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Kaliumhydrogencarbonat vs. Kaliumcarbonat: Dosierung

Wie wirkt Kaliumkarbonat, wie sollte es für ökologisches Sprühen verwendet werden und wie sollte das Verhältnis von Wasser, Kaliumkarbonat oder Kaliumhydrogencarbonat sein? Die Dosierung sollte immer in den Empfehlungen der Hersteller und auf Websites von Obstbauspezialisten nachgelesen werden. Die Menge des Pulvers wird in der Regel in Einheiten von kg/ha angegeben und umfasst sowohl Einzeldosen als auch Höchstmengen.

Wo sonst sollte man nach Wissen über ökologische Sprühmittel und Kaliumkarbonat suchen? Online-Foren für Obstbau und Branchenportale sind ebenfalls wertvolle Informationsquellen über die neuesten Methoden zur Bekämpfung von Baum- und Strauchkrankheiten. Kenntnisse über die Salzdosierung erhalten Obstbauern auch durch Fachberatungen mit Spezialisten für Pflanzenschutz. Auf der Suche nach einem zuverlässigen Hersteller von Agrochemikalien ist es empfehlenswert, sich mit dem Angebot der Gruppe PCC vertraut zu machen. In der umfangreichen Produktpalette finden Sie unter anderem Kalkdünger und chemische Pflanzenschutzmittel.


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