Die Rohstoffe für die Herstellung von Lebensmittelverpackungen beeinflussen sowohl die Eigenschaften der Verpackungsmaterialien als auch ihre Fähigkeit, Produkte vor Feuchtigkeit, Verunreinigungen oder statischer Aufladung zu schützen. Dank spezieller Zusatzstoffe ist es möglich, hochwertige Verpackungen herzustellen, die den Anforderungen der Lebensmittelindustrie entsprechen.
Chemische Rohstoffe für die Herstellung von Lebensmittelverpackungen werden häufig bei der Herstellung verschiedener Verpackungsmaterialien verwendet – von Kunststofffolien und -schalen über PET-Flaschen bis hin zu thermogeformten Bechern und Polyolefin-Komponenten. In vielen Fällen sind chemische Additive nicht direkt Bestandteil der Verpackung selbst, sondern verändern die Eigenschaften der Polymere, die in Prozessen wie Extrusion, Spritzguss oder Blasformen verwendet werden.
Weitere Anwendungen umfassen den Einsatz von Rohstoffen, die die optischen und funktionalen Eigenschaften von Verpackungen beeinflussen, wie z. B. die Klarheit der Folie, die Kratzfestigkeit oder die Kompatibilität mit Etiketten.
Antistatika sind ein wichtiger Bestandteil bei der Herstellung von Verpackungen, insbesondere aus Kunststoffen wie Polyethylen oder Polypropylen. Ihre Aufgabe ist es, die Ansammlung von elektrostatischen Ladungen auf der Materialoberfläche zu reduzieren, was die spätere Verarbeitung, Verpackung und Etikettierung erleichtert und die Staubaufnahme minimiert. Beispiele für Produkte der PCC-Gruppe sind Chemstat® 830/60DC und Chemstat® 830/60DCHF, die antistatische und schmierende Funktionen kombinieren.
Bei der Herstellung von Verpackungen werden häufig Dispergiermittel und Netzmittel eingesetzt, die die Dispersion von Additiven in der Polymermatrix verbessern und die Verarbeitung des Rohmaterials erleichtern. Rohstoffe wie POLIkol 200 (PEG-4) und POLIkol 4500 (PEG-100) gehören zur Gruppe der Polyethylenglykole, die die Verteilung der Komponenten während der Verarbeitung von Kunststoffen erleichtern und deren Eigenschaften beeinflussen.
Alkoxylierte Alkohole wie beispielsweise ROKAnol® IT10 oder ROKAnol® RZ4P11 können als Emulgatoren und Komponenten zur Verbesserung der Stabilität von Additiven in Polymermatrizen dienen. Sie werden dort eingesetzt, wo eine Verbesserung der Homogenität der Materialien und ihrer Oberflächeneigenschaften erforderlich ist, was beispielsweise bei der Herstellung von Barrierefolien wichtig ist. Gute Emulgatoren sind auch Substanzen mit einer Struktur aus Polyethylenglykolen und EO/PO-Blockcopolymeren. Beispiele für zusätzliche Funktionen von Emulgatoren:
Bestimmte Rohstoffe wie Chemstat® 1280/60DCHF oder Chemstat® AF-687, verhindern die Kondensation von Wasserdampf auf Verpackungsflächen, d. h. sie haben einen sogenannten Anti-Fog-Effekt, der die Transparenz der Folie und die Ästhetik von Lebensmittelverpackungen verbessert, die für die Präsentation von frischen Produkten wie Obst oder Fleisch verwendet werden.
Die Verwendung spezieller Rohstoffe für die Herstellung von Lebensmittelverpackungen bringt zahlreiche Vorteile mit sich – sowohl in technologischer als auch in qualitativer Hinsicht. Dank ihnen ist es möglich, Materialien mit besserer Verarbeitbarkeit, stabilen mechanischen Eigenschaften und optimalen Gebrauchseigenschaften zu erhalten, was sich direkt auf die Lebensmittelsicherheit und Haltbarkeit von Lebensmitteln auswirkt.
Chemische Rohstoffe für die Herstellung von Lebensmittelverpackungen müssen unter Berücksichtigung der Vorschriften für Materialien, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, ausgewählt werden. Obwohl diese Zusatzstoffe als Modifikatoren für polymere Materialien dienen, sollte ihre Verwendung die Listen der zugelassenen Stoffe und die in der Europäischen Union geltenden Migrationsgrenzwerte berücksichtigen.
Ein Teil der Rohstoffe, die als Zusatzstoffe für Lebensmittelverpackungen verwendet werden, verfügt auch über Gutachten und Zulassungen internationaler Organisationen wie der FDA (Food and Drug Administration). Diese bestätigen die Möglichkeit der Verwendung dieser Stoffe als indirekte Zusatzstoffe in Verpackungsmaterialien unter bestimmten technologischen Bedingungen.