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Biostimulanzien

Biostimulatoren werden als Produkte definiert, die Substanzen und/oder Mikroorganismen enthalten, welche nach der Anwendung auf Pflanzen deren natürliche Stoffwechselprozesse unterstützen. Sie werden eingesetzt, um die Nährstoffaufnahme der Pflanzen zu verbessern, die Ertragsmenge und -qualität zu steigern sowie die Toleranz gegenüber abiotischem Stress zu erhöhen.

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von 6
EXOwet D15 EXOwet D15 ist ein Flüssig-Adjuvans zur gemeinsamen Anwendung mit der Arbeitslösung von Pestiziden nach der Keimung (vor allem mit Sulfonylharnstoff-Verbindungen).
Zusammensetzung
Gemische
EXOwet D15
POLIkol 200 (PEG-4) POLIkol 200 gehört zur Gruppe der Polyoxyethylenglykole (PEG mit einem mittleren Molekulargewicht von 200). INCI: PEG-4. Das Produkt ist eine farblose Flüssigkeit,...
Zusammensetzung
Polyethylenglykole
CAS-Nr.
25322-68-3
POLIkol 200 (PEG-4)
ROKAcet R11 (PEG-11 Castor Oil) ROKAcet R11 ist ein nichtionisches Tensid, das zur Gruppe der Polyoxyethylenfettsäureester des Rizinusöls INCI gehört: PEG-11 Castor oil. Dieses oberflächenaktive...
Zusammensetzung
Alkoxylierte Fettsäuren
CAS-Nr.
61791-12-6
ROKAcet R11 (PEG-11 Castor Oil)
ROKAcet R26 (PEG-26 Castor Oil) ROKAcet R26 ist ein nichtionisches Tensid aus der Gruppe Polyoxyethylen-Fettsäureester des Rizinusöls mit der INCI-Bezeichnung: PEG-26 Castor oil. Dieses Tensid...
Zusammensetzung
Alkoxylierte Fettsäuren
CAS-Nr.
61791-12-6
ROKAcet R26  (PEG-26 Castor Oil)
ROKAcet R40 (PEG-40 Castor oil) ROKAcet R40 ist ein nichtionisches Tensid aus der Gruppe Polyoxyethylen-Fettsäureester des Rizinusöls mit der INCI-Bezeichnung: PEG-40 Castor oil. Dieses Tensid...
Zusammensetzung
Alkoxylierte Fettsäuren
CAS-Nr.
61791-12-6
ROKAcet R40  (PEG-40 Castor oil)
ROKAmina®K30B (Coco-betaine) ROKAmina K30B ist ein sehr hochreines Produkt aus der Betain-Gruppe, das als amphoteres Tensid eingestuft wird. Das Handelsprodukt ist eine praktisch farblose wässrige...
Zusammensetzung
Betaine
CAS-Nr.
66455-29-6
ROKAmina®K30B (Coco-betaine)
ROKAnol®NL8P4 (C9-11 alcohol, ethoxylated, propoxylated) ROKAnol® NL8P4 gehört zu der Gruppe von nichtionischen Tensiden, Typ alkoxylierte Fettalkohole. Das Produkt wird zur Gruppe von Tensiden mit niedriger Schaumbildung...
Zusammensetzung
Alkoxylierte Alkohole
CAS-Nr.
103818-93-5
ROKAnol®NL8P4  (C9-11 alcohol, ethoxylated, propoxylated)
ROKwin 80 (Sorbitan Oleate) ROKwin 80 ist ein nichtionisches Tensid, ein Derivat von Sorbitan und Ölsäure. Es wird durch Kondensation von Sorbitol mit Ölsäure gewonnen. Es wird in Form einer...
Zusammensetzung
Sorbitanester
CAS-Nr.
1338-43-8
ROKwin 80 (Sorbitan Oleate)
Chemfac PB-184 Chemfac PB-184 wird in der Metallbearbeitungsindustrie in großem Umfang als Additiv für öllösliche Schmierstoffe, Korrosionshemmer und Emulgator verwendet.
Zusammensetzung
Phosphorsäureester
CAS-Nr.
39464-69-2
Chemfac PB-184
EXOantifoam S100 EXOantifoam S100 ist eine Silikonemulsion mit hohen Antischaumeigenschaften. Das Produkt ist für Wassersysteme, insbesondere tensidhaltige Systeme, konzipiert, wo...
Zusammensetzung
Gemische
EXOantifoam S100
POLIkol 300 (PEG-6) POLIkol 300 gehört zur Gruppe der Polyoxyethylenglykole (PEG mit einem mittleren Molekulargewicht von 300). INCI: PEG-6. Das Produkt ist eine farblose Flüssigkeit,...
Zusammensetzung
Polyethylenglykole
CAS-Nr.
25322-68-3
POLIkol 300 (PEG-6)
POLIkol 400 (PEG-8) POLIkol 400 gehört zur Gruppe der Polyoxyethylenglykole (PEG mit einem mittleren Molekulargewicht von 400). INCI: PEG-8. Das Produkt ist eine farblose Flüssigkeit,...
Zusammensetzung
Polyethylenglykole
CAS-Nr.
25322-68-3
POLIkol 400 (PEG-8)
POLIkol 600 (PEG-12) POLIkol 600 gehört zur Gruppe der Polyoxyethylenglykole (PEG mit einem mittleren Molekulargewicht von 600). INCI: PEG-12. Das Produkt liegt in Form einer hochviskosen...
Zusammensetzung
Polyethylenglykole
CAS-Nr.
25322-68-3
POLIkol 600 (PEG-12)
POLIkol 800 (PEG-16) POLIkol 800 gehört zur Gruppe der Polyoxyethylenglykole (PEG mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 600). INCI: PEG-16. Das Produkt liegt in Form einer...
Zusammensetzung
Polyethylenglykole
CAS-Nr.
25322-68-3
POLIkol 800 (PEG-16)
ROKAcet K7 (PEG-7 Cocoate) ROKAcet K7 ist ein nichtionisches Tensid, das zur Gruppe der Polyoxyethylenfettsäureester INCI gehört: PEG-7 cocoate. Dieses oberflächenaktive Mittel liegt in Form...
Zusammensetzung
Alkoxylierte Fettsäuren
CAS-Nr.
61791-29-5
ROKAcet K7 (PEG-7 Cocoate)
ROKAcet O7 (PEG-7 Oleate) ROKAcet O7 ist ein nichtionisches Tensid, das zur Gruppe der Polyoxyethylenfettsäureester INCI gehört: PEG-7 Oleate. Dieses oberflächenaktive Mittel tritt in Form...
Zusammensetzung
Alkoxylierte Fettsäuren
CAS-Nr.
9004-96-0
ROKAcet O7 (PEG-7 Oleate)
ROKAcet R250 Nichtionisches Tensid, das als Zwischenprodukt zur Herstellung von Rezepturen für die Textilindustrie verwendet wird. Es gehört zur Gruppe unter dem Namen ROKAcet...
Zusammensetzung
Alkoxylierte Fettsäuren
CAS-Nr.
61791-12-6
ROKAcet R250
ROKAcet R40W (PEG-40 Castor oil) ROKAcet R40W ist ein nichtionisches Tensid, das zur Gruppe der Polyoxyethylenfettsäureester des Rizinusöls INCI gehört: PEG-40 Castor oil. Dieses oberflächenaktive...
Zusammensetzung
Alkoxylierte Fettsäuren
CAS-Nr.
61791-12-6
ROKAcet R40W  (PEG-40 Castor oil)
ROKAcet RZ17 ROKAcet RZ17 ist ein nichtionisches Tensid, das zur Gruppe der partionalen Polyoxyethylen-Glyceride von Fettsäuren des Rapsöls namens INCI gehört: PEG-17 Rape Oil....
Zusammensetzung
Alkoxylierte Fettsäuren, Glyceride
CAS-Nr.
70914-02-2
ROKAcet RZ17
ROKAcet R36 (PEG-36 Castor Oil) ROKAcet R36 ist ein nichtionisches Tensid mit der Bezeichnung INCI: PEG -36 Castor Oil. Es gehört zur Gruppe der Polyoxyethylenester der Fettsäuren des Rizinusöls....
Zusammensetzung
Alkoxylierte Fettsäuren
CAS-Nr.
61791-12-6
ROKAcet R36  (PEG-36 Castor Oil)
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Welche Vorteile bringt der Einsatz von Biostimulatoren für Pflanzen?

Die Hauptfunktion eines Biostimulators sollte weder in der Düngung noch in der pestiziden Wirkung bestehen. Sie werden nicht als Düngemittel eingestuft und haben keinen direkten Einfluss auf Schädlinge. Ihre grundlegende Aufgabe besteht darin, Lebensprozesse anzuregen, die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen gegenüber Stressbedingungen zu erhöhen und das Wachstum von Wurzeln und Blättern zu beschleunigen. Biostimulanzien stärken die natürlichen Abwehrmechanismen der Pflanzen, wodurch diese abiotischen Stress wie Trockenheit, Temperaturschwankungen, Bodenversalzung oder Frostschäden besser verkraften können. Biostimulanzien werden daher eingesetzt, um die biochemischen, morphologischen und physiologischen Prozesse in Kulturpflanzen zu verbessern.

Zunehmende Beliebtheit von Biostimulanzien

Pflanzenbiostimulatoren sind eine relativ neue, aber schnell wachsende Produktgruppe in der Landwirtschaft, deren Beliebtheit mit dem Bedarf an einer nachhaltigeren Produktion zunimmt. Der immer stärker werdende Klimadruck und die Umweltzerstörung veranlassen die Erzeuger dazu, auf Lösungen zurückzugreifen, die auf natürlichen Inhaltsstoffen basieren. Biostimulatoren fügen sich in diesen Trend ein, indem sie umweltfreundliche Praktiken unterstützen und den EU-Vorschriften zur Förderung einer umweltfreundlichen Landwirtschaft entsprechen.

Die wachsende Bedeutung von Biostimulatoren ergibt sich auch daraus, dass sie ein wirksames Mittel zur Verbesserung des Pflanzenwachstums und der Erträge bei minimaler Bodenbelastung darstellen. Unter schwierigen Bedingungen, unter denen die traditionelle Mineraldüngung den Pflanzen nicht immer eine vollständige Nährstoffaufnahme gewährleistet, steigern Biostimulatoren die Effizienz der Nährstoffaufnahme und können den Einsatz hoher Düngemitteldosen reduzieren. Indem sie den Stoffwechsel der Pflanzen unterstützen und ihre natürliche Widerstandsfähigkeit gegen Pilz- und Bakterienkrankheiten verbessern, ermöglichen sie auch eine Reduzierung der Anzahl der Behandlungen oder der Dosierung von Pflanzenschutzmitteln, die üblicherweise ohne den Einsatz von Biostimulatoren verwendet werden. Dadurch sind sie besonders wertvoll in intensiven Produktionssystemen, in denen der Druck zur Reduzierung des Chemikalieneinsatzes am größten ist. Es wird immer häufiger betont, dass Biostimulatoren eine Schlüsselrolle bei der nachhaltigen Intensivierung der Landwirtschaft spielen werden und dass ihre synergistische Wirkung mit Mineraldüngern die Art und Weise der Bewirtschaftung in Zukunft erheblich verändern könnte.

Es lassen sich viele Gruppen von Biostimulatoren unterscheiden. Die wichtigsten sind:

  • Aminosäurebasierte,
  • aus Meeresalgen gewonnene,
  • Huminsäurehaltige,
  • auf Bakterien- und Pilzbasis.

Rohstoffe für die Herstellung von Pflanzenbiostimulatoren

Die zur Herstellung von Pflanzenbiostimulatoren verwendeten Rohstoffe sind äußerst vielfältig, da diese Kategorie selbst viele verschiedene Substanzen natürlichen und mikrobiologischen Ursprungs umfasst.

Biostimulanzien können aus einer breiten Palette von Rohstoffen gewonnen werden, darunter:

  • Pflanzenextrakte: aus Blättern, Wurzeln und/oder Samen, u. a. von Aloe, Moringa oder Luzerne,
  • Algen: Braunalgen (z. B. Ascophyllum nodosum, Laminaria digitata) und Rotalgen (z. B. Kappaphycus alvarezii, Porphyra spp.),
  • mikrobiologischer Impfstoffe: Bakterien, Pilze und andere Mikroorganismen,
  • Humusstoffe: Humin- und Fulvosäuren aus zersetztem organischem Material,
  • Aminosäuren und Proteine: aus pflanzlichen oder tierischen Quellen,
  • Kompost: organischer Kompost und Wurmkompost.

Damit die in Biostimulatoren enthaltenen Wirkstoffe ihre Funktionen erfüllen können, ist die Verwendung von Hilfsstoffen in der Formulierung unerlässlich.

Die Rolle von Hilfsstoffen in Biostimulatoren

Natürliche Pflanzenbiostimulatoren spielen eine Schlüsselrolle in der nachhaltigen Pflanzenproduktion. Neben den grundlegenden Wirkstoffen sind in der Formulierung auch Hilfsstoffe erforderlich. Sie bestimmen die Wirksamkeit, Stabilität, einfache Anwendung sowie die Mischbarkeit des Biostimulators in der Spritzflüssigkeit.

Die wichtigste Gruppe chemischer Verbindungen, die zur Herstellung von Formulierungen für Pflanzenbiostimulatoren verwendet werden, sind oberflächenaktive Substanzen – auch Tenside genannt. Dabei handelt es sich um Moleküle mit amphiphiler chemischer Struktur, d. h. sie besitzen eine hydrophile und eine hydrophobe Gruppe, wodurch sie gleichzeitig eine Affinität zu polaren und unpolaren Phasen aufweisen.

Tenside in Biostimulatoren erfüllen eine Reihe wichtiger Funktionen:

  • Nach Zugabe zur Basislösung senken sie die Oberflächenspannung und verringern so die Barriere zwischen einer Flüssigkeit und einer anderen Flüssigkeit oder einem Feststoff. Dies wirkt sich direkt auf eine effektivere Verteilung des Präparats auf der Pflanze aus (engl. spreading aids), was zu einer effizienteren Aufnahme und einer höheren Bioverfügbarkeit führt sowie das Abprallen und Abfließen von Sprühflüssigkeitstropfen von den Blättern verhindert (engl. retention aids).
  • In Suspensionsformulierungen von auf Mikroorganismen basierenden Biostimulatoren verbessern sie die Homogenität der Mischung durch eine bessere Verteilung (Dispersion) der Bestandteile.
  • Sie fungieren als Emulgatoren, indem sie nicht miteinander mischbare Bestandteile, z. B. unlösliche pflanzliche Ölfraktionen, mit Wasser verbinden. Sie verhindern die Phasentrennung in der Formulierung und regulieren deren Viskosität.
  • Sie erhöhen die biologische Wirksamkeit von Pflanzenbiostimulatoren.

In Biostimulatoren empfiehlt sich der Einsatz von Tensiden aus der Gruppe der Netzmittel, wie z. B. ROKAnole L5P5 und NL8. Besonders geschätzt werden dabei Tenside natürlichen Ursprungs – die ROKAnole der Serien L, K und O. Ihre Wirkung wird durch den Einsatz von Feuchthaltemitteln (POLIkole) und Penetratoren (z. B. ROKAcety R11, R26) ergänzt. Dies ermöglicht eine effektive Benetzung der Blätter, die Speicherung von Feuchtigkeit und das Eindringen der Formulierungsbestandteile durch die Cuticula. Diese synergistische Wirkung erhöht die Chance, dass möglichst viele der in den Biostimulatoren enthaltenen Wirkstoffe in das Gewebe der besprühten Pflanze gelangen.

Betaine (ROKAmine) können sich als vorteilhafte Bestandteile von Biostimulatorformulierungen erweisen. Sie fungieren nicht nur als Hilfsstoffe, sondern auch als Wirkstoffe. Verbindungen aus der Betain-Gruppe wirken osmotisch, regulieren den Wassertransport in den Pflanzenzellen und erhöhen deren Widerstandsfähigkeit gegen Stress durch Trockenheit, extreme Temperaturen oder Versalzung. Sie unterstützen zudem den Prozess der Photosynthese, was sich in einer Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion und der Erntequalität niederschlagen kann.