Die Düngung mit festen Streudüngern ist eine traditionelle und wirksame Methode, die für die direkte Ausbringung auf den Boden vorgesehen ist. Sie sorgt für eine schrittweise Freisetzung der Nährstoffe und fördert so das gesunde Wachstum der Pflanzen sowie einen hohen Ertrag der Kulturen.
Die Streudüngung mit festen Granulaten (seltener mit Staub) ist die grundlegende Methode, um Pflanzen mit den notwendigen Nährstoffen, sowohl Mikro- als auch Makroelementen, zu versorgen. Sie schafft eine stabile Nährstoffgrundlage im Boden und unterstützt so das richtige Wachstum, die Entwicklung und den Ertrag. Richtig ausgewählte und eingesetzte Düngemittel ermöglichen es den Pflanzen, ihr volles Potenzial zu entfalten, während Mangelerscheinungen ihr Wachstum hemmen, den Ertrag einschränken und sogar die Anfälligkeit für Krankheiten erhöhen können.
Meistens werden Streudünger nach ihrer chemischen Zusammensetzung und der Art der gelieferten Nährstoffe unterteilt.
Streudünger haben einige deutliche Vorteile, die sie zu einer der am häufigsten gewählten Düngungsformen in der Landwirtschaft machen.
Die Verwendung von Streudüngern birgt trotz vieler Vorteile auch einige erhebliche Umweltrisiken, mit denen sich die moderne Landwirtschaft auseinandersetzen muss. Die Ausbringung von Streudüngern direkt auf den Boden kann zu einer Überdüngung führen, wenn die Düngerdosis falsch gewählt wird und die Pflanzen nicht in der Lage sind, alle zugeführten Nährstoffe zu verwerten. In diesem Fall können die Granulate im Boden verbleiben, ihn verschmutzen und sogar zu seiner Degradation führen. Die in den Düngemitteln enthaltenen Mineralstoffe können ins Grundwasser gelangen und anschließend in Gewässer, wo sie zur Eutrophierung beitragen.
Daher strebt man den Einsatz präziserer Düngemethoden an, die den Pflanzen Nährstoffe nur dann zuführen, wenn sie diese tatsächlich benötigen. Eine gute Ergänzung zu traditionellen Düngemethoden kann der Einsatz von flüssigen Blattdüngern sein. Sie ermöglichen gezielte Maßnahmen, die sowohl auf die jeweilige Kultur als auch auf deren aktuellen Entwicklungsstadium abgestimmt sind, und fügen sich damit in die Prinzipien der Präzisionslandwirtschaft ein. Die Streudüngung, also die Bodenausbringung, bleibt jedoch nach wie vor die grundlegende und effektivste Methode der Pflanzenernährung, da sie den Boden mit Nährstoffen anreichert und es ermöglicht, diese den Kulturen in großen Mengen und in leicht aufnehmbarer Form zuzuführen.
In pulverförmigen Zubereitungen (Granulate und Kristalle), wie sie bei Streudüngern vorkommen, besteht die Hauptaufgabe von Tensiden darin, diese vor Kristallisation und Verklumpung zu schützen. Um ein Verklumpen der Düngergranulate zu verhindern, werden Antiklumpmittel (engl. anti-caking agents) eingesetzt. Im Portfolio der PCC-Gruppe finden sich zahlreiche Produkte, die diese Funktion in pulverförmigen Präparaten übernehmen können. Dazu gehören unter anderem Vertreter der ROKAcet-Gruppe, also ethoxylierte Fettsäuren, aus der S-Serie (Stearinsäurederivate): ROKAcet S7 und S24 sowie aus der O-Serie (Derivate der Ölsäure): ROKAcet O7. Als Antibackmittel können auch Produkte auf Basis von Talgamin aus der ROKAmin SR-Serie (SR5, SR11, SR15) sowie ethoxylierte Fettamine aus der ROKAmin K-Serie (K5, K15) dienen.